Nina: Marvin, schön dass du dir Zeit nimmst. Wenn man deinen Terminkalender sieht, zwischen Meetings und Events, fragt man sich: Wie wichtig ist das Äußere eigentlich wirklich, um in deiner Welt stattzufinden?
Marvin: (lacht und rückt seine Manschettenknöpfe zurecht) Hallo Nina! Es ist eine Mischung. Natürlich zählen Werte und Kompetenz, aber wir leben in einer visuellen Ära. Für mich ist das Äußere kein hohles Versprechen, sondern die körperliche Ergänzung der Seele. Wenn ich mich im Spiegel sehe und mich mit mir selbst im Reinen fühle, strahle ich das auch in Verhandlungen aus.
Nina: Das ist ein spannender Ansatz. Viele sehen ästhetische Medizin eher kritisch oder als „künstlich“. Du sagst aber, es ist für die psychische Gesundheit wichtig?
Marvin: Absolut. Schau mal, jeder Mensch möchte auf seine Weise besonders sein. Wir suchen alle nach diesem einen Alleinstellungsmerkmal. Ich bin fest davon überzeugt: Nur wenn wir uns in unserer Haut wohlfühlen, sind wir und unsere Seele wirklich gesund. Wenn jemand eine kleine Korrektur vornehmen lässt, die ihm jahrelang den Schlaf geraubt hat, dann ist das kein Wahn, sondern Selbstliebe.
Nina: Du sprichst so leidenschaftlich darüber – da muss ich natürlich nachhaken: Wie sieht es bei dir aus? Hast du selbst schon mal nachhelfen lassen oder bist du Stammgast beim Beauty-Doc?
Marvin: (lächelt entspannt) Eine berechtigte Frage! Aber nein, tatsächlich habe ich bisher nichts machen lassen. Ich bin aktuell so glücklich mit mir, wie ich bin. Ich fühle mich wohl in meiner Haut und sehe keinen Grund für Veränderungen. Aber weißt du, ich bin auch ein Mensch, der niemals „nie“ sagt. Ich kann und will nicht sagen, was jemals in der Zukunft passiert. Das Leben ist ein Prozess, und wer weiß, wie ich in zehn oder zwanzig Jahren darüber denke?
Nina: Eine sehr ehrliche Einstellung. Du arbeitest ja viel mit Persönlichkeiten aus den Medien zusammen. Dort scheint der Gang zum Beauty-Doc fast so normal wie der Gang zum Friseur. Warum ist das gerade in dieser Branche so extrem?
Marvin: In den Medien bist du dein eigenes Produkt. Aber es geht um mehr als nur „glatte Haut“. Viele lassen ganz kleine Kleinigkeiten machen – ein bisschen Frische hier, eine Kontur da –, damit sie so wach und energiegeladen aussehen, wie sie sich innerlich fühlen. Und dann gibt es die großen Änderungen, die eine komplette Typveränderung bewirken. Beides hat seine Berechtigung. Es geht darum, die eigene Identität zu unterstreichen, nicht sie zu verstecken.
Nina: Hand aufs Herz: Hältst du es für wichtig, dass man diesen Weg geht, wenn man unzufrieden ist? Oder ist Akzeptanz nicht der nachhaltigere Weg?
Marvin: Warum sollte das eine das andere ausschließen? Akzeptanz bedeutet für mich auch zu akzeptieren, dass wir im 21. Jahrhundert die Möglichkeiten haben, uns zu optimieren. Wenn mich eine Zornesfalte griesgrämig wirken lässt, obwohl ich eigentlich ein fröhlicher Mensch bin, warum sollte ich das so lassen? Ich halte es für wichtig, weil es Lebensqualität schenkt. Ein gesundes Selbstbewusstsein ist der Motor für Erfolg.
Nina: Ein Schlusswort für alle, die noch zögern oder sich wegen gesellschaftlicher Vorurteile schämen?
Marvin: Lasst euch nicht vorschreiben, wie ihr zu altern oder auszusehen habt. Euer Körper ist das Zuhause eurer Seele – und an seinem Zuhause darf man ja wohl mal renovieren, wenn man möchte. Hauptsache, ihr bleibt im Kern ihr selbst.
Nina: Marvin, vielen Dank für diese erfrischend ehrliche Perspektive! Marvin: Immer gerne, Nina!
